Zuchtziel

Eine reine Liebhaber- und Schönheitszucht lässt sich nicht mit den Zielen des Klubs für Bayerische Gebirgsschweißhunde e.V. vereinen. Es gibt keine Massenzucht zur Abdeckung einer modegesteuerten Nachfrage mit hohen Verkaufspreisen. Die planmäßige Leistungszucht mit stetem Auge auf die Gesundheit der Rasse hat höchste Priorität.

Zur Vermeidung von "Elite- oder Championzucht“ wurde die Nachkommenzahl eines Zuchttieres auf 18-20 Nachkommen beschränkt. Wiederholungswürfe werden nicht durchgeführt.

Aus jedem gezüchteten Wurf sollte mindestens ein Tier wieder in die Zucht aufgenommen werden. Ausnahmen von dieser Regel werden nur bei auftretenden Mängeln in Leistungsfähigkeit und Gesundheit gemacht.

Zur Erhaltung der genetischen Breite wird sich bemüht, Verpaarungen zu finden, die in den letzten fünf Generationen keinen oder nur einen geringen Ahnenverlust zeigen (d.h. Nachkommen aus diesen Verpaarungen haben in den letzten 5 Generationen 62 unterschiedliche Vorfahren). Somit liegt der Inzuchtkoeffizient bei 0,0%. Die Maßnahme ist wichtig für die Gesunderhaltung der Rasse und führt langfristig zu einer stabilen, wesensfesten und vitalen Population.

Um das Risiko einer Epilepsieerkrankung zu vermindern, wurde im Jahre 2006  im Rahmen unseres Zuchtwertschätzungsprogrammes  eine Genotypenwahrscheinlichkeitsberechnung für die Rasse erstellt. Seit dieser Zeit werden nur noch Verpaarungen durchgeführt, die einen geringeren Risikofaktor als 2,5 % zeigen.

Das derzeitige Zuchtpotential im Klub besteht aus ca. 50 bis 60 zuchttauglichen Hunden, welche alle in der Zuchtordnung geforderten Kriterien für die Zuchtverwendung erfüllt haben. Gezüchtet werden pro Jahr ca. 10 bis 12 Würfe mit durchschnittlich 60 bis 80 Welpen.

Ziel soll es sein, ein durchschnittliches Zuchtaufkommen von 100 Welpen zu erreichen.

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